StellungnahmeStrommarkt

Einspeisenetzentgelte verantwortungsvoll gestalten: Für Transparenz, Investitionssicherheit und Marktstabilität

27-03-2026

Die Einführung von Einspeisenetzentgelten wird von deutschen Energiehändlern kritisch gesehen. Ohne transparente, datenbasierte Kosten-Nutzen-Analysen bleiben die Auswirkungen auf die Netzkosten, das Marktverhalten und die Investitionen unklar. Die Bundesnetzagentur will mit dynamischen Netzentgeltkomponenten die „Preissensitivität und Flexibilität der Erzeuger empirisch erfassen“. Dies rechtfertigt nach Ansicht von Energy Traders Deutschland jedoch keinen solchen regulatorischen Eingriff.

Kritisch ist zudem, dass Einspeiseentgelte vor allem zu Kostenverlagerungen führen, da die Belastungen am Ende von allen Netznutzern getragen werden. Dynamische Netzentgelte verringern die Markttransparenz, erschweren das Hedging und sind für Einspeiser nicht zwangsläufig erlösneutral. Unkalkulierbare Entgelte erschweren marktbasierte Investitionen zugunsten geförderter Anlagen und reduzieren die Liquidität der Terminmärkte.

Die nachträgliche Einführung von Netzentgelten für bereits finanzierte Anlagen gefährdet die Investitionssicherheit und widerspricht dem diskriminierungsfreien Netzzugang. Baukostenzuschüsse sind weniger problematisch, da sie nur Neuanlagen betreffen und bei Investitionsentscheidungen einkalkuliert werden können.

Vor der Einführung von Einspeiseentgelten fordern wir eine fundierte Analyse und einen verlässlichen Bestandsschutz, um Marktstabilität und Investitionssicherheit zu gewährleisten.

Stellungnahme zum Festlegungsverfahren AgNes der Bundesnetzagentur – hier: Orientierungspunkte „Einspeiseentgelte“ vom 17.02.2026

Dokument herunterladen Herunterladen