In seiner Stellungnahme zur KONNI-2.1-Konsultation der Bundesnetzagentur plädiert Energy Traders Deutschland dafür, die Diskussion nicht auf ein neues Konvertierungsentgelt zu beschränken, sondern den Übergang zu einem vollständig qualitätsübergreifenden Gasmarkt voranzutreiben. Aus Sicht des Verbands sprechen die veränderten Marktbedingungen und der fortschreitende Rückgang des L-Gas-Marktes für eine Aufhebung der bilanziellen Trennung zwischen L- und H-Gas spätestens zum 1. Oktober 2027.
Gleichzeitig sieht der Verband ab dem 1. April 2027, wenn die Reduzierung der L-Gas-Entry-Kapazitäten ihre Wirkung entfaltet, nur noch ein begrenztes Potenzial für hohe Konvertierungskosten. Vor diesem Hintergrund wird die Wiedereinführung eines Konvertierungsentgelts kritisch bewertet. Auch bei möglichen Überschüssen auf dem Konvertierungskonto gilt: Die Gelder sollten an die ursprünglichen Zahler zurückfließen und nicht anderen Umlagesystemen zugeführt werden.
Stellungnahme zum BNetzA-Festlegungsentwurf zur Änderung des Konvertierungssystems in qualitätsübergreifenden Gasmarktgebieten vom 15.6.2026